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    Herren 1 – 3. Runde
    Herren 1 – 3. Runde

    Virtus Wohlen – Team Aarau II 8:7 (2:5; 2:0; 3:2)

    Ein Krimi am Sonntagabend – Unihockey als Tatort

    Olten, Sonntagabend. Während sich die einen mit Bier und Chips vor den Fernseher für den wöchentlichen TV-Krimi setzen, zog es andere in die Giroud Olma Halle – zum realen Drama in drei Akten: dem Aargauer Derby zwischen Virtus Wohlen und Team Aarau II. In bester Krimimanier entwickelte sich ein spannungsgeladener, wendungsreicher und bis zur letzten Sekunde unvorhersehbarer Abend, der sein Finale im Penaltyschiessen fand – mit dem besseren Ende für die “Guten”.

    Auf Blitzstart folgt kollektiver Blackout

    Krimis beginnen oft mit einem Knall. Diesem Drehbuch folgte auch Wohlen: Anpfiff – Bullygewinn – gute und schnelle Passstaffetten über die Verteidiger und Aussentaschen – ein zwei Positionswechsel – ein Querpass – und ein passgenauer Hocheckschuss durch Fankhauser – drin das Ding! 23 Sekunden dauerte es um das Projekt “Rehabilitation” zu lancieren und die unnötigen Zweitrundenniederlade vergessen zu machen. Doch wie in jedem guten Drehbuch folgt dem ruhmreichen Anfang ein jäher Dämpfer. Was folgte, war ein 15-minütiger Filmriss. Aarau drehte auf, nutzte Fehler eiskalt aus und stellte auf 1:5! Spielertrainer Kuhn gefielt das überhaupt nicht und reagierte. Er schickte nur noch deren zwei Reihen anstatt deren 3 aufs Feld. Der erhöhte Rhythmus verhalf den Freiämtern nun mehr Ruhe und Kontrolle sowie die geforderte Zweikampfstärke auszuspielen. Der Anschlusstreffer durch Joel Bouilloux rund 3 Minuten vor Drittelsende änderte nichts an einer wohl noch selten dagewesener Wutsprache durch Coach Kuhn.

    Virtus beisst sich zurück (Ja, derselbe Titel wie aus Spielbericht 1 – Trifft auch heute zu!)

    Pinkelpause, noch ein nervender Werbeblock und weiter gings mit Tatort. Oder eben mit dem letzten Spiel der Runde zwischen Wohlen und Aarau im Aargauerderby. Im Mittelteil von Filmen werden Spannungsbögen aufgebaut um mit grossem Trommelwirbel zum Filmende so richtig laut und ekstatischzu werden. Soweit sind wir hier noch nicht. Doch die eben erwähnten Tiraden in der Garderobe, die in Filmen mindestens mit FSK18 hätten kategorisiert werden müssen, zeigten Wirkung. Wohlen nahm die Zweikämpfe an, spielte härter und kam so durch die beiden Schützen Cyril und Joel Bouilloux bis auf 4-5 heran. Damit ging es in die zweite Drittelspause.

    Schlussfeuerwerk mit allem was zum Krimi gehört

    Ja, es hätte auch der Blockbusterfilm “Zurück in die Vergangenheit” sein können. Jedenfalls so erklärten sich die ersten 86 Sekunden des Schlussdrittels, in denen Aarau erneut durch Unkonzentriertheiten Wohlens und abgefälschte Schüsse plötzlich wieder zwei weitere Tore verbuchte und schon wieder mit einer beruigenden Dreitoreführung da stand. Unglaublich. Doch wie in jedem guten Krimi gibt es sie – die Helden, die zurückkommen.
    Wer sich fragt, worin der Unterschied von guten Filmen zu noch besseren Unihockeyspielen liege? Genau – Spiele werden nicht geschrieben, sie entstehen im Hier und Jetzt. So kam es dann auch! Akt 3 – Los gehts: Wohlen steckte auch in diesem Spiel nicht auf und lancierte mit Schädelis Abstaubertreffer zum zwischenzeitlichen Zweitorerückstand das Finale endgültig. Noch waren 15 Minuten Reserve auf der Spieluhr. Der Druck rund um die Aarauer Defensive nachm zu. Jedes nächste Tor konnte den Film in ruhigere oder noch wildere Bahnen lenken. Rund 2 Minuten vor Spielende nahm Wohlen sein Timeout, sammelte sich erneut und polterte mit nachfolgendem Bully los. Mit Burch’s 6-7 nach wenigen Sekunden sowie T. Schädelis 7-7 Ausgleich rund 41 Sekunden vor Schluss brachen alle Dämme und das Popcorn zu Hause wäre vor Aufregung wohl nur noch durch die Luft geflogen. Wohlen schaffte doch tatsächlich in Extremis und bester Hollywoodmanier den Ausgleich. Verlängerung erzwungen – epischer Kinomoment gespeichert – Jetzt noch die Kirsche auf die Torte!

    Nervenberuhigende Verlängerung mit Happyend

    Die Aufholjagd zehrte an Zuschauern und Spielern. So passierte tatsächlich nicht mehr viel Erwähnenswertes und die Teams waren wohl auch schon mit den Köpfen im sich anbahnenden Penaltyschiessen. Dieses verdiente beinahe einen zweiten Film für sich. Aber der sonst schon lange Spielbericht soll hier auch mal ein Ende finden. Die ersten jeweils 5 Penaltyschützen glänzten mit sehenswerten Hochecktreffern oder scheiterten mit gutgemeinten Torversuchen. So ging es bis zum sechsten Schützen. Aus Wohler Sicht durfte sich Joel Bouilloux dadurch noch ein zweites Mal versuchen, nachdem sein erster Versuch sein Ziel verfehlte. Kurz angesetzt und mit dem wohl gefühlt fünften Treffer oben links in die Maschen! Virtus gewinnt den Penaltykrimi und feiert einen der emotionalsten Comebacksiege der letzten Jahre.
    Nächstes Spiel: Am kommenden Samstag geht es gegen den TV Oberwil in der heimischen Junkholz bereits um 10.00 Uhr los. Dort wird hoffentlich auch wieder mehr als nur Frühstücksfernsehen am Samstagmorgen geboten!

    Telegramm:
    1’ Fankhauser (Gürber) 1:0
    3’ Team Aarau II 1:1
    5’ Team Aarau II 1:2
    9’ Team Aarau II 1:3
    11’ Team Aarau II 1:4
    14’ Team Aarau II 1:5
    17’ J. Bouilloux 2:5
    29’ C. Bouilloux (J. Bouilloux) 3:5
    39’ J. Bouilloux (C. Bouilloux ) 4:5
    41’ Team Aarau II 4:6
    44’ Team Aarau II 4:7
    45’ F. Schädeli (Fankhauser) 5:7
    59’ Burch (J. Bouilloux) 6:7
    60’ T. Schädeli (Gürber) 7:7


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