Virtus Wohlen – SV Waldenburg Eagles 2:5 (1:1; 0:0; 1:4)
Starkes Kollektiv fordert Waldenburg bis kurz vor Schluss alles ab
Die schwierigste Aufgabe der Saison hatte man an diesem späten Samstagabend zu bewältigen. Der Gegner hiess zum zweiten Mal SV Waldenburg Eagles, jenes Team welches mit einer Tordifferenz von +76 Toren, einer Serie von 12 Siegen und einem Niveau das mindestens 2. Liga würdig ist, aufwies. Das Hinspiel ging klar mit 7-1 verloren und weil Waldenburg weiter an ihrem Torverhältnis arbeiten wollte, um eventuell direkt den Ligaaufstieg zu schaffen, war man auf viel Offensivpower aus Waldenburg vorbereitet. Mit der nötigen Vorbereitung im Training und einem pushenden, KI-gerenderten Matchsong, war Wohlen bereit, möglichst lange Paroli zu bieten, um letztlich vielleicht sogar was holen zu können.
Starker Auftakt mit knallharter Disziplin
Co-Trainer Gürber stellte das Team mit einigen Änderungen in der Blockzusammenstellung um und forderte wie bereits im Abschlusstraining eine disziplinierte, geschlossene Mannschaftsleistung. Ebendiese bekam er auch in den ersten 20 Minuten zu seiner Zufriedenheit gezeigt. Wohlen agierte abwartend und biss sich sprichwörtlich am Gegner fest, kaum brachten die Basler den Ball in Wohlens Spielhälfte. Durch das kompakte und konsequente Wegverteidigen von Ball und Gegner resultierte gar nach zehn Minuten und einem blitzsauber vorgetragenen Konter die zwischenzeitliche 1-0 Führung, erzielt durch Fankhausers Hocheckschuss. Waldenburg spielte unbeiirrt ihr Spiel weiter. Dies tat auch Wohlen und so ging es bis in Minute 16, ehe Waldenburg zum 1-1 ausgleichen konnte. So ging es in die erste Drittelspause. Wohlen liess Gegner mit Ball agieren, biss sich in der eigenen Hälfte fest und kam trotzdem selbst ab und an zu gesetzten Nadelstichen in Form von schnell vorgetragener Konter oder gefährlichen Pässe in die Tiefe. Man war vollends mit Einsatz und Spielstand zufrieden.
Bestätigte Leistung im Mitteldrittel
Das Mitteldrittel glich dem ersten wie einem Ei. Wohlens defensives Bollwerk vs. Waldenburgs offensive Ballstaffetten. Nach rund 32 Minuten wanderte Schädeli jr. nach wiederholtem Stockschlag auf die Strafbank. Das Bild, war erfreulicherweise dasselbe. Auch in Unterzahl agierte Wohlen kompakt und mit starker Mannschaftsleistung. So überstand man auch diese Unterzahl sowie den Rest des Mitteldrittels unbeschadet und ging mit unverändertem Spielstand in die letzte Pause.
Schlussdrittel bringt Entscheidung in den Schlussminuten
Die Devise war klar – egal was noch kam, man konnte bereits jetzt mit der gezeigten Leistung vollends zufrieden sein. Gleichwohl glaubte man verdienterweise daran, hier was holen zu können. Nach 45 Minuten ging Waldenburg dann ein erstes Mal in Führung. Diese währte jedoch ganz und gar nicht lange und Wohlen gelang 21 Sekunden später mit einem schönen Freistoss-Distanzschuss durch Gürber der schnelle Ausgleich zum 2-2. Wahnsinn! Leider wie so oft im Sport konnte die Pace des Underdogs nicht über die volle Distanz gehalten werden. So kassierten die Freiämter nach kurzem Erfolgsgefühl kurz darauf den dritten Gegentreffer noch in derselben Minute. Mit diesem knappen Eintore-Rückstand öffnete man folglich leicht die Tore um offensiv vermehrt zu Chancen zu kommen. Gegen die Eagles war dies jedoch nicht vom Erfolg gekrönt. Durch zwei schnelle Konter der Waldenburger schraubten diese das Skore noch auf ein 2-5 Schlussresultat. So oder so, die Niederlage fühlte sich keineswegs als solche an. Die Männer aus Wohlen waren sichtlich stolz auf die gezeigte geschlossene Mannschaftsleistung und nehmen diese Vibes hoffentlich zum Saisonfinale gegen Legion Wasserschloss vom kommenden Sonntag mit.
Telegramm:
10’ 1:0 Fankhauser (Fischer)
16’ 1:1 Waldenburg Eagles
45’ 1:2 Waldenburg Eagles
46’ 2:2 Gürber (Berglund)
46’ 2:3 Waldenburg Eagles
52’ 2:4 Waldenburg Eagles
60’ 2-5 Waldenburg Eagles





