Virtus Wohlen – Lok Reinach II 3:2 (2:1; 0:1; 1:0)
Starke Reaktion auf die letzte Niederlage gezeigt
Mit den zwei letzten Runden, hauptsächlich mit Runde 11 gegen Schlusslicht Oberwil, durfte man nicht zufrieden sein. Der «Ligaerhalt» konnte rechnerisch durch die Overtimeniederlage nicht bewerkstelligt werden. Entsprechend wollte man im Derby gegen Lok Rehabilitation betreiben. Die Aufgabe gestaltete sich nicht einfach. Grüsste Lok doch vor der 12. Runde vom dritten Zwischenrang auf die vorletzten Wohler. Immerhin gelang im Hinspiel ein Spiel auf Augenhöhe. Man verlor dieses damals knapp mit 4-3.
Kurze Angewöhnung und gefundener Rhythmus
Lok startete wie erwartet dominanter in die Partie. Liess den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren und kam ab und an gefährlich aus der zweiten Reihe zum Abschluss. Die tiefstehende Sonne hatte hier für beide Seiten einige blinde Flecken erzeugt. Spielentscheidend war die Sonne aber sicherlich nicht. So kam es nach bereits zwei Minuten zum ersten Gegentreffer für die Freiämter. Ehemaliger Trainingsgast Dünki, für die Lok spielend, sorgte mit seinem Assist zur ersten und letzten Führung für die Reinacher an diesem späten Sonntagabend. Wohlen liess sich nicht beirren und fand immer besser ins Spiel, setzte stets nach und holte sich dadurch die wichtigen «Rebounds» – die frei liegenden Bälle – schnell in die eigenen Reihen zurück. Defensiv stand man ebenfalls von Minute zu Minute besser da. So war es nicht überraschend, dass Wohlen zur Drittelsmitte ausgleichen konnte. Roli Müller aka «Jimy die Rakete» zündete eben diese seltene Waffe und versenkte mittels schnörkellos vorgetragenem Konter in der nahen Ecke zum 1-1 Ausgleich. Als dann auch noch ein Freistosstor (ja für Wohlen!) nach rund 16 gespielten Minuten durch Marquardt verwertet werde konnte, war Wohlen da! Der erste Pfiff zum ersten Pausentee kam Reinach wohl eher entgegen.
Ausgleichstreffer unbeirrt hingenommen
Wiederum früh im Drittel gelang Reinach der Ausgleichstreffer zum 2-2. Erneut ein Schuss, dieses Mal unglücklich mithilfe des danach lädierten Schienbeins Fankhausers, aus der Ferne brachte das erneute Remis ein. Wohlen hatte leicht mehr vom Drittel, konnte aber die Chancen nicht in Tore umwandeln. So ging es ohne weitere Tore ins Schlussdrittel.
Geduld gewahrt und zugeschlagen
Das Schlussdrittel verhiess weiter Spannung. Wohlen hatte bis hierhin ausserordentlich gut gespielt. Die Laufbereitschaft sowie der Siegeswille waren weiterhin ungestillt und deutlich in der Kabine spürbar. Entsprechend zuversichtlich ging es in den Schlussabschnitt. Dieser verlief ähnlich wie das Mitteldrittel. Wohlen hatte durch gefährliche Konter und den optisch sichtbar gewordenen «grösseren Biss» wie die Herren aus dem Wynental. Lange blieb das Spiel mit 2-2 offen, ehe sich Fabian Schädeli auf Pass von Bruder Tobias ein Herz fasste, und einen der zahlreichen Konter zur erneuten Führung verwertete. Wohlen spielte die verbliebenen acht Minuten abgeklärt und defensiv super diszipliniert zu Ende. Somit sicherte man sich nicht nur den Revanche-Sieg gegen Reinach, sondern besiegelte damit einerseits den eigenen Ligaerhalt und den Abstieg von Oberwil.
Ausblick
Mit dem amtierenden Leader Waldenburg, wartet nun in zwei Wochen in der vorletzten Runder der härteste Brocken auf Wohlen. Ziel wird auch im Rückspiel sein, defensiv möglichst lange gut zu stehen und dadurch in Schlagdistanz zu bleiben.
Telegramm
3’ 0:1 Lok Reinach II
12’ 1:1 Müller
16’ 2:1 Marquardt (Fankhauser)
24’ 2:2 Lok Reinach II
53’ 3:2 F. Schädeli (T. Schädeli)





